Risiko und Gefahrengemeinschaften
Was ist Risiko überhaupt?
Ein Risiko ist die Möglichkeit, dass ein Schaden eintritt.
Die bedeutet, dass sämtliche Gefahren und Bedrohungen, denen wir ausgesetzt sind, zu einem Schaden führen können. Keiner kann diesen Schaden mit Sicherheit voraussagen.
Sei es
- ein Hagel, der unser Haus beschädigt,
- ein Sturm, der das Dach abträgt,
- ein Ziegelstein, der vom Dach herab fällt,
- die Biene, die sich in unser Trinkglas verirrt hat und nun zu sticht ...
Wenn Sie nun von einer Gefahr bedroht sind und sich mit anderen Personen, die von der gleichen Gefahr bedroht sind, zusammenschließen, mit dem Ziel gemeinsam Schäden eines einzelnen zu ersetzen, ist dies eine Risiko- oder Gefahrengemeinschaft.
Um hier einen großen Ausgleich zu schaffen und einen 'Mittelsmann' für die Verwaltung dieser Ein- und Auszahlungen zu schaffen, gibt es die Versicherungsgesellschaften. Hier zahlen Sie nun als Versicherungsnehmer die Prämien ein und die Versicherung zahlt im Schadenfall die Schadenssumme an den Geschädigten aus. Der Vorteil ist, dass die Zahlung der nicht Geschädigten genau kalkuliert ist und der Geschädigte den vereinbarten Schaden auch sicher erhält.
Im Gegensatz dazu ist das Risiko einer versicherungsähnlichen Gefahrengemeinschaft darin gegeben, dass ich als Mitglied einen sehr großen Schaden zu ersetzen habe, wenn es zu einem unerwarteten Großschaden gekommen ist (Sturm bei allen Mitgliedern, usw.).
Der Versicherer ist verpflichtet, die eingenommen Prämien möglichst gewinnbringend und doch sicher anzulegen, um sie im Schadenfall den Versicherungsnehmern zur Verfügung stellen zu können (z.B. Immobilien, Aktien, Kredite, usw.). Dies wird auch Kapitalanlagegeschäft genannt. Weiters müssen aus den Prämien auch die Kosten des Versicherungsbetriebes getragen werden.
Andererseits kann nun bei einem Versicherungsnehmer, der jahrelang seine Prämien einzahlt und nie einen Schaden erlitten hat und daher kein Bargeld zur Auszahlung kam, das Gefühl aufkommen, er habe für seinen Beitrag keine Gegenleistung erhalten. Dies ist jedoch nicht richtig, da das Risiko vom Versicherungsnehmer auf den Versicherer abgewälzt war und dieser das Versprechen zur Leistung auch gehalten hätte.
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